HANSA INDIAContainer nach Patronenfund durchsucht
12.10.2009
Unser deutschflaggiges Containerschiff MS “HANSA INDIA“ fährt seit etwa 2 Jahren unter Zeitcharter bei der iranischen Linie IRISL. Unter einem Zeitchartervertrag stellt die Reederei dem Zeitcharterer das Schiff mit seiner Ladekapazität zur Verfügung, während der Zeitcharterer alle mit der Buchung der Ladung zusammenhängenden Aufgaben in eigener Verantwortung wahrnimmt. Der zwischen dem Zeitcharterer und der Reederei vereinbarte Zeitchartervertrag verbietet dem Zeitcharterer jedoch, Ladungen auf dem Schiff zu transportieren, welche im Widerspruch zu UN-Resolutionen stehen. Der Inhalt der zu ladenden Container wird gegenüber der Reederei nicht deklariert.
Das Containerschiff MS “HANSA INDIA“ kam vom Persischen Golf mit Destination Mittelmeer und Nordeuropa, als es wenige Stunden vor der südlichen Einfahrt in den Suezkanal am 3.Oktober 2009 von der US Navy aufgestoppt wurde unter dem Hinweis, dass Ladung an Bord sei, welche gemäß UN Sicherheitsresolution 1747 nicht transportiert werden dürfe.
Bewaffnete US Soldaten durchsuchten daraufhin an Bord unseres Schiffes 8 Container, in welchen nach Aussagen der US Navy Geschosshülsen gefunden wurden. Dabei handelt es sich um Container, welche das Schiff am 25.09.209 im Hafen von Bandar Abbas (Iran) geladen hatte und welche in Damietta (Ägypten) gelöscht werden sollten.
Nachdem die US Navy nach dieser Durchsuchung unser Schiff hat weiterfahren lassen, wies die deutsche Bundesregierung uns an, diese durchsuchten 8 Container nicht, wie ursprünglich vorgesehen, im nächsten planmäßigen Anlaufhafen Damietta (Ägypten) zu löschen. Daher blieben diese Container an Bord bis in dem darauf-folgenden planmäßigen Anlaufhafen in Malta diese 8 Container auf Anweisung der maltesischen Behörden gelöscht wurden.
Inzwischen befindet sich das Schiff auf der Weiterreise nach Felixstowe (Großbritannien).
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